Viva la Vulva & VlV Safer Space

Mai und Oktober/November 2025

Nach dem erfolgreichen Kunstprojekt *Viva la Vulva*, das im Rahmen des Innenstadtfests „Kunst und Kultur im Leerstand“ im Mai 2025 für einen Tag als Pop-up-Kunstgalerie in Eschwege stattgefunden hatte, ging das Projekt in eine neue Runde: Aus *Viva la Vulva* wurde der *VlV Safer Space*.

Von Donnerstag, 8. Oktober, bis Sonntag, 9. November 2025, öffnete der neue Treffpunkt in der Marktstraße 29a seine Türen. Der VlV Safer Space war ein geschützter Ort, an dem Menschen frei und respektvoll miteinander in Austausch treten konnten.

Über einen Zeitraum von fünf Wochen wurde der Raum zu einem Ort der Begegnung, des Austauschs und der kreativen Auseinandersetzung. Auf dem Programm standen Caféangebote, künstlerische Workshops und Aktionen, die laufend ergänzt wurden – ganz im Sinne des offenen, vernetzenden Charakters des Projekts.

Eingeladen waren alle Menschen, die sich für Themen wie Feminismus, Antipatriarchat, Gleichstellung, Antidiskriminierung und Vielfalt interessierten. Der *VlV Safer Space* verstand sich als Plattform für Austausch und Kooperation – ein Raum, der von den Besucher*innen mitgestaltet und weiterentwickelt werden durfte.

Hinter dem Projekt standen fünf Initiator*innen mit unterschiedlichen Hintergründen, die sich gemeinsam für mehr Sichtbarkeit von Frauen und weiblichen Perspektiven in der Eschweger Politik und Gesellschaft einsetzten. Ihr Ziel war es, in Eschwege Diskurse über Gender zu eröffnen, Netzwerke zu knüpfen und gesellschaftlich relevante Themen auf kreative Weise zu initiieren.

Der *VlV Safer Space* war damit nicht nur ein Ort für Kunst und Diskussion, sondern auch ein Projekt für Vielfalt, Selbstbestimmung und solidarisches Miteinander.

Das Programm ist auf Instagram zu finden:
👉 [https://www.instagram.com/vlv_saferspace_esw](https://www.instagram.com/vlv_saferspace_esw)

 

Für das Jahr 2026 ist ein Folgeprojekt in der Planung: Das **VlV-Netzwerk**. Ziel ist es, erneut einen Schritt weiterzugehen und für ein ganzes Jahr einen Leerstand in der Eschweger Innenstadt zu bespielen. Das **VlV-Netzwerk** soll ein Ort werden an dem sich Frauen und queere Personen hierarchiefrei und ohne Problemfixierung über Demokratieerneuerung und reale Utopien austauschen.

 

Im **VlV-Netzwerk** wird ein Safer Space für gemeinsames Denken, Fühlen und Entwerfen geschaffen. Gesellschaftliche Krisen werden nicht nur als Probleme diskutiert, sondern aus Erfahrungen, Wissen und Vorstellungskraft heraus werden neue politische Utopien, solidarische Zukunftsbilder und konkrete Handlungsmöglichkeiten entwickelt.

Im Mittelpunkt stehen dabei Demokratie, soziale Gerechtigkeit, Commons, Gemeinwohl, Sorgearbeit, ökologische Verantwortung und kollektive Handlungsmacht – getragen von der Überzeugung, dass eine gerechte Zukunft gestaltbar ist, wenn sie gemeinsam imaginiert und erprobt wird.